Evangelische Jugendhilfe e.V.
Hermann Bödeker
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Wie manche Gaben von Generationen zu Generationen vererbt werden, so hat die Holscherstraße 20, 1. Stock, die Gabe, in der ‘Bödekerkrippe’ (das war der Name damals, abgekürzt ‘Bö-Kri’) ehrenamtlich mitzuarbeiten, ebenfalls vererbt, jedenfalls drei Generationen lang. Frau Elisabeth Rapp, Vorstandsmitglied, fragte mich, ob ich nicht ihre Nachfolgerin werden wolle. Das Ehepaar Rapp zog nach Laatzen und wir zogen in deren Wohnung. Nach einem Gespräch mit dem Vorsitzenden Herrn Dr. Schimmelpfennig wurde ich als Beiratsmitglied aufgenommen. Als nichtberufstätige Sozialarbeiterin und Mutter war ich wohl geeignet. Meine erste Sitzung war am 30. August 1976, sie fand im Wohnzimmer von Frau Kleine, der damaligen Heimleiterin, statt. Schriftführerin war Frau Mercedes Bahlsen, das hat mich beeindruckt, dass die Frau des Besitzers der großen Keksfabrik für die Bö-Kri aktiv war. Von unserem Balkon konnte ich auf den Spielplatz der Bö-Kri sehen, und ich hab mich immer über das fröhliche Rufen der Kinder gefreut, ist es doch ein Zeichen, dass die Kinder gesund und munter sind. Wenn sich Hausbewohner beschwerten, hab ich um Verständnis gebeten und darauf hingewiesen, dass die Mittagspause ja eingehalten wird. In die Klasse unseres Sohnes Axel gingen drei Kinder aus der Bö-Kri, u.a. auch Roswitha Müller, die später eine Zeitlang im Vorstand war. Eines Tages kam Axel, 2. Klasse, nach der 2. Stunde nach Hause, gab mir einen Zettel und sagte: ‘Mama, ich hab Läuse!’ Na gut, kann passieren, ich selbst kannte das aus Kriegs- und Nachkriegszeit. Mittags kam ein Anruf von der Klassenlehrerin Frau Küster: ‘Frau Kawalla, ich bin ja so froh, dass ihr Axel Läuse hat!’ Wie bitte? - ich hab etwas geschluckt, inzwischen wusste ich, was auf mich zukam: täglich Bettwäsche wechseln, mehrmals am Tag Axels Kopf waschen, Arztbesuche. Die Antwort: ‘Außer ihrem Axel haben nur noch die drei Kinder aus der Bö-Kri Läuse, das wäre für die drei und für das Haus nicht so gut.’ Das verstand ich sofort und die Solidarität mit der Bö-Kri wurde durch diesen Vorfall noch verstärkt. Frau Eckhardt übernahm nach dem Ausscheiden von Frau Bahlsen das Amt der Schriftführerin. Eines Tages fragte sie mich, ob ich ihre Nachfolgerin werden wollte. Mein erstes Protokoll habe ich mit Frau Eckhardt besprochen, damals wurden Verlaufsprotokolle geschrieben, sie waren entsprechend lang. Frau Eckhardt erzählte, dass im Urlaub bei ihr
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