Evangelische Jugendhilfe e.V.
Hermann Bödeker
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‘Die Erde war wüst und leer’, heißt es am Anfang des biblischen Schöpfungsberichtes - und so ähnlich beginnt auch die Geschichte der Bödekerkrippe. Gemeinsam mit der Dreifaltigkeitskirche entstand sie in einer Gegend, in der sich damals noch ‘die Füchse gute Nacht’ sagten. Beide Gebäude wurden im Jahr 1883 eingeweiht - die Kirche am 3. Juni zu Trinitatis und die Krippe am 14. November. Beide sind längst von der Oststadt umgeben und mit ihren Aufgaben gewachsen - die Kirche als Treffpunkt der Gemeinde und das Heim als vielseitige Einrichtung der Jugendhilfe. Und beide, Kirche und Heim, waren über hundert Jahre dadurch verbunden, dass jeweils ein Pastor der Gemeinde im Vorstand des Heimes mitarbeitete. Während meiner 23 Jahre als Pastor in Dreifaltigkeit habe ich somit lange Zeit im Vorstand des ‘Vereines für die Bödekerkrippe e.V.’ mitgearbeitet. Und in den Jahren 1995 bis 2000 habe ich als Vorsitzender so manche Aktivität von Verein und Heim mit in Gang gebracht. Im Herbst 1997 trafen sich Eltern und Lehrer der Friesenschule in unserem Gemeindesaal. Es ging ihnen darum, ihre Kinder im Anschluss an den Unterricht in einem Hort betreut zu wissen. Ich hörte mir alles mit an und bemerkte die Ungeduld mancher Eltern, die eben auch beruflich sehr belastet waren. Ich deutete an, dass vielleicht die Bödekerkrippe helfen könnte, was sehr begrüßt wurde. Unverzüglich verhandelten wir mit der Stadt über finanzielle Zusagen und mit Ehepaar Meer in der Eichstraße 43 - und ab September 1998 konnten wir dort 20 Hortplätze anbieten. Wie sehr diese Arbeit im Hort begehrt wird, zeigt schon, dass wir ihn ab Dezember 1999 auf insgesamt 30 Plätze erweitern konnten. In diese Zeit der Hortbildung fiel auch der 200. Geburtstag des Gründers und Namensgebers unseres Heimes und Vereines, Senior Hermann Wilhelm Bödeker. Geboren am 15. Mai 1799 in Osnabrück, war er von 1824 bis 1874 - 50 Jahre lang - Pfarrer der Marktkirche in Hannover. Trotz knapper Zeit zog er mit der Sammelbüchse durch Hannovers Straßen und die Eilenriede, um Geld für den Bau eines Kinderheimes zu sammeln. Das Ziel seiner Liebesmühe konnte Pastor Bödeker jedoch nicht mehr erleben, 1875 starb er kurz nach Eintritt in den Ruhestand, und erst 1883 konnte das Heim eingeweiht werden. Wir waren froh, Hermann Bödekers Geburtstagstermin rechtzeitig entdeckt zu haben, denn nun konnten wir an seinem Denkmal an der Marktkirche in Hannover so richtig feiern! Klänge eines Posaunenchores schallten über den Platz, fröhliche Lieder sangen wir in großer Runde. Gemeinsam mit uns waren alle vorhandenen Einrichtungen, die Hermann Bödeker einst gegründet hatte, vor seinem Denkmal versammelt: Der hannoversche Tierschutzverein mit einigen seiner Hunde, das ehemalige Schwesternhaus (heute Senior-Bödeker-Stift), das Sabbathaus (heute Bödekerhaus der Gustav-Brandt'schen Stiftung) und das Diakonische Werk Hannover. Unser aller Geburtstagsgrüße sind als bunte Luftballons weit hinaus ins Land geflogen.
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