Evangelische Jugendhilfe e.V.
Hermann Bödeker
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Von 1979 bis 2006, 27 Jahre lang, war ich als Diplompsychologin in der ‘Bödeker-Krippe’ teilzeitbeschäftigt. Eine Vorgängerin hatte nach kurzer Zeit anderswo eine Anstellung gefunden. Als ich nach über 10 Jahren Tätigkeit im psychologisch-heilpädagogischen Arbeitsbereich in diakonischen Fürsorgeeinrichtungen meine Arbeit als Heimpsychologin in der ‘Bödeker-Krippe’ begann, ahnte ich nicht, dass ich einmal ein ‘Auslaufmodell’ werden würde. In den Kindergruppen waren Erzieherinnen und Helferinnen für die Kinder verantwortlich. Die Seele des Hauses war die kompetente, fröhliche, evangelische Leiterin mit Jugendleiterinnenausbildung als Grundqualifikation, diese teilte sie mit anderen Heimleitungen und in den Jugendämtern tätigen Fachkräften. Meine Aufgabe war Diagnostik der Kinder zu vielfältigen pädagogischen Fragestellungen und die Beratung von Leitung und Mitarbeiterschaft. Therapie im Sinne von psychotherapeutischer Behandlung war nie meine Aufgabe, noch mein Selbstverständnis. Meine Fachlichkeit brachte ich in die Besprechungen mit den pädagogischen Mitarbeitern des Heimes und in die Gespräche mit Jugendämtern, Eltern und Lehrern ein. Im Heimalltag lernte ich die Kinder kurz nach ihrer Aufnahme kennen und je nach Erfordernis und Kapazität habe ich mit den Kindern auch unmittelbar gearbeitet. Die Vorbereitung und Begleitung der Kinder bei Vorstellungen im SPZ und die sich anschließenden heilpädagogischen Maßnahmen und Empfehlungen einzuleiten, gehörte auch zu meinen Aufgaben. Bei den Kleinkindern ermittelte ich in Zusammenarbeit mit den Erziehern den Entwicklungsstand, gab Empfehlungen für gezielte Förderung, stellte gegebenenfalls geeignetes Spiel- und Beschäftigungsmaterial zur Verfügung und dokumentierte in zeitlichen Abständen die Entwicklungsfortschritte. Die gezielte Förderung der Vorschulkinder zur Erlangung der Schulreife war immer eine wichtige Aufgabe. In Einzelfällen führte ich heilpädagogische Übungsbehandlungen durch. Die Beratung mit dem Erzieherteam und den Ärztinnen vom SPZ und Gesundheitsamt zur Frage Einschulung in die Regelschule, Zurückstellung und Vorschulbesuch oder Einschulung in die jeweils angezeigte spezielle Förderschule bei diagnostizierter Behinderung war nicht immer einvernehmlich zu lösen. Bei den Schulkindern waren Fragen zur Schullaufbahn mit zu beraten, bzw. Testergebnisse einzubringen. Für die älteren Kinder und Jugendlichen beteiligte ich mich an Erziehungsplanungsgesprächen bei auffälligem Verhalten; in Einzelfällen leitete ich die Vorstellung bei Fachärzten für Psychiatrie, bzw. auch Kur- oder Klinikaufenthalte ein. Zur Konzeption der ‘Bödeker-Krippe’ gehörte seit den '70er Jahren schon die Besonderheit, auch Kindern mit geistigen und körperlichen Behinderungen ein gemeinsames Zuhause mit nicht behinderten Kindern zu bieten, wenn ihre behinderungsspezifische Förderung tagsüber in heilpädagogischen Einrichtungen und Schulen sicherzustellen war. Die Differentialdiagnostik zwischen auffälligem Verhalten im Alltag des Gruppenlebens und bestehender
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