Evangelische Jugendhilfe e.V.
Hermann Bödeker
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Soweit ich zurückdenken kann hatte ich immer Freude und Spaß im Umgang mit Kindern. Der Wunsch nach eigenen Kindern zog sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung. Mit Mitte Dreißig veränderte sich mein Leben drastisch, und es dauerte einige Jahre, bis es in meinem Leben wieder Stabilität und Zuversicht gab. Nun streckte ich meine Fühler aus und nahm Kontakt mit dem Jugendamt auf. Meine Bereitschaft, mich um ein Kind zu kümmern, es mit zu versorgen und ein wenig zu verwöhnen war sehr groß. Bald darauf kam es zu einem Kontakt mit der Bödeker-Krippe und ich wurde zu einem Gespräch eingeladen. In der Gruppe, in der Frau Zantop arbeitete, lebte ein 10-jähriger Junge, der bereit war, mich kennen zu lernen und mich vielleicht als Besuchspatin zu akzeptieren. Gleich nach dem Gespräch trafen wir uns zum ersten Mal. Ich sehe ihn noch heute im Flur vor dem Aquarium sitzen, erwartungsvoll und ein wenig aufgeregt, ein sehr hübscher kleiner Junge. Er zeigte mir sein Zimmer, seine selbst gemalten Bilder und den Schulweg. In den Osterferien reiste die Gruppe immer nach Dänemark, und ich erhielt nette Kartengrüße. In der nächsten Zeit besuchte er mich oft. Ich richtete ihm bei mir ein eigenes Zimmer ein, und bald verbrachte er ein ganzes Wochenende bei mir zu Hause. Es machte mir Freude zu kochen, Ausflüge zu organisieren, es gab Spieleabende, er brachte oft Freunde mit, wir hatten eine ausgefüllte Zeit. Wir fuhren einige Jahre in den Odenwald und verbrachten Ferien auf dem Bauernhof. Es gab zwischen uns eine gesunde Offenheit, geprägt von Vertrauen. Mit 14 Jahren wurde er getauft, und ich übernahm mit die Patenschaft, bald darauf folgte die Konfirmation. Der Schulabschluss wurde erreicht und er bekam, dank der großen Unterstützung von Frau Zantop, übergangslos einen Ausbildungsplatz. Es folgten der Umzug in eine eigene Wohnung und Abschluss der Ausbildung mit bestandener Prüfung. Inzwischen ist er ein junger Mann, der im Leben steht und sich gut selbst versorgen kann. Wir haben unverändert Kontakt miteinander und es besteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Heute ist er 27 Jahre alt und seit März diesen Jahres mein Adoptivsohn. Ich freue mich über diesen Schritt und bin nun Mutter mit 57 Jahren. Elke Moje
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Mutter mit 57 Jahren
Patin