Evangelische Jugendhilfe e.V.
Hermann Bödeker
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Was haste gemacht? Warum biste im Heim? Diesen Satz habe ich immer wieder von Klassenkameraden gehört. Als ich mit vier Jahren in die Bödekerkrippe kam, war ich keineswegs begeistert. Das Jugendamt hatte sich eingeschaltet, weil meine Eltern mit meiner Versorgung überfordert waren. Ich war krank und brauchte zuverlässige Versorgung. Meine Eltern waren nicht damit einverstanden und gaben mir das auch immer wieder zu verstehen. Ich fand es aber nach kurzer Zeit ganz toll, mit so vielen Kindern zusammen zu sein, und ich verbrachte viel Zeit auf dem Schoß meiner Erzieher. Es gab Zuneigung, leckeres Essen und vieles mehr, was für mich bis dahin nicht selbstverständlich war. Schon damals habe ich jedem erzählt, wie gut es mir in der ‘Krippe’ gefällt. Die tollsten Erinnerungen habe ich an die Ferienfreizeiten, Ausflüge und die vielen Aktivitäten. Zu meinen Eltern hatte ich weiter regelmäßigen Kontakt, und irgendwann merkten sie, wie gut es mir ging, und fanden sich mit der Situation ab. Ich machte eine Lehre, zog in eine eigene Wohnung, brauchte aber immer noch die Hilfe und Unterstützung vom Heim. Im Sommer letzten Jahres habe ich geheiratet und es war selbstverständlich, dass ich einen Teil meiner Erzieher zur Hochzeit eingeladen habe. Ich bin ehrlich davon überzeugt, dass ich Glück gehabt habe. Aus meiner großen Verwandtschaft geht keiner arbeiten und ich bin schon 11 Jahre im gleichen Betrieb. Das macht mich ein bisschen stolz. Zur Bödekerkrippe und meinen ehemaligen Erziehern habe ich immer noch guten Kontakt und werde ihn auch nicht aufgeben. Ich habe also nichts gemacht und bin trotzdem im Heim ‘gelandet.’ Friedrich Ohmstede
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Ein Jugendlicher erinnert sich
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