Evangelische Jugendhilfe e.V.
Hermann Bödeker
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Als ich im Februar 1969 das erste Mal die Bödekerkrippe betrat, war ich auf der Suche nach einem Krippenplatz für meinen damals eindreivierteljährigen Sohn. Ich hatte eine Stelle als Kindertagesstättenleiterin angeboten bekommen und wollte deshalb meinen Sohn unterbringen. Frau Kleine, die damalige Leiterin, konnte mir keinen Krippenplatz geben. Sie suchte aber eine Erzieherin, und ich hatte die Möglichkeit, mein Kind mitzubringen. Nach einiger Überlegung entschloss ich mich, die Stelle anzunehmen, um die eineinhalb Jahre zu überbrücken, bis mein Sohn alt genug für den Kindergarten war. Die Gruppe, die ich übernahm, bestand aus 12 Kindern im Alter zwischen 2 und 4 Jahren. Ich kann mich noch gut erinnern, dass der Tagesablauf aus Kinder wickeln, füttern und wieder wickeln bestand. Von Pampers haben wir geträumt. Es wurden die guten Leinenwindeln benutzt, die dann wieder gewaschen werden mussten. Wir waren zu zweit in der Gruppe, und wenn einer frei hatte, war der andere alleine. Damals waren wir manches Mal an der Grenze unserer Belastbarkeit. Im Laufe der Jahre hat sich in der Bödeker-Krippe unendlich vieles entwickelt. Als ich im April 1969 dort anfing, gab es einen Schrank mit Unterwäsche und einen mit Bekleidung, und es wurde angezogen, was passte. Frau Kleine, die damals erst seit kurzem Leiterin der Bödekerkrippe war, unterstützte uns kräftig in dem Bestreben, alles umzukrempeln, was bedeutete, jedem Kind eigene Bekleidung, eigene Spielsachen und mehr ‘Auslauf’ zu gewähren. Im ersten Sommer haben eine Kollegin und ich beschlossen, den verrotteten Hof bespielbar zu machen und befreiten ihn von Jahre alten Blättern und Schmutz. Wir besorgten Sand und entsprechendes Spielzeug und ließen die Kinder auf den Hof. Im Haus war zu der Zeit eine ältere Diakonisse, die sich aufopferungsvoll um die Säuglinge kümmerte. Sie beobachtete unser Tun misstrauisch und prophezeite uns, dass die Kinder alle krank werden würden. Und sie wurden alle krank, weil sie bis dahin wenig Kontakt zu Schmutz und Natur gehabt hatten. Aber sie wurden auch wieder gesund! Im Laufe der vielen Jahre, die ich in der Bödekerkrippe verbrachte, hat es einen totalen Umbruch gegeben. Es stand mehr Geld zur Verfügung, um die Lebensbedingungen für die Kinder zu verbessern. Es wurde mehr Personal eingestellt,
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32 Jahre und 6 Monate im Heim
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